Miramagia Test: Zauberhafter Gartenbau auf dem Prüfstand

Miramagia

Obwohl wir beim besten Willen nicht mit einem grünen Daumen gesegnet sind, versuchen wir uns heute einmal am Gartenspiel Miramagia. Dabei soll es sich Betreiber Travian Games zufolge nämlich um ein wahrlich magisches Spiel handeln – und mit etwas zauberhafter Unterstützung sollte es uns doch gelingen, ein paar gesunde Pflanzen hervorzubringen, oder? Miramagia stammt vom Entwicklerstudio Bright Future und startete im Februar 2011 in die Open Beta. Ein halbes Jahr später ungefähr folgte der offizielle Release und seitdem versorgen die Entwickler die Spielerschaft mit immer neuen Inhalten und zusätzlichen Spielwelten. In unserem großen Miramagia Test werfen wir einen kritischen Blick auf das bunte Gartenbauspiel und verraten euch, ob sich eine Anmeldung lohnt.

Zunächst einmal entscheiden wir uns für eine Spielwelt und suchen aus, mit welchem Charakter wir in Miramagia starten möchten.  Zur Wahl stehen eine Hexe, ein Schamane, eine Magierin und ein Druide. Wir nehmen die Magierin, weil die das tollste Outfit hat und betreten unseren virtuellen Garten – beziehungsweise unser Dorf. Ein kleiner blauer Dschinn führt uns durchs Tutorial und macht uns mit allen wesentlichen Funktionen des kostenlosen Browserspiels vertraut.

Wir bewegen unsere kleine Magierin ganz einfach, indem wir auf die Stelle klicken, wo wir sie haben wollen. Schnell stellen wir fest, dass sich das mitunter ganz schön hinzieht, die kurzen Beinchen unserer Magierin tragen die Gute leider nur recht langsam von A nach B. Immerhin können wir über den Teleporter sehr schnell von Stadt zu Dorf und in andere Gegenden wechseln, zum Beispiel in die Gärten befreundeter Spieler.

Säen und ernten, bauen und brüten – Die tägliche To-Do-Liste in Miramagia

Aber nun zu den ersten Aufgaben: Zunächst einmal müssen wir ein paar Karotten anbauen auf unserem Feld. Das funktioniert wie in den meisten Farm-Browsergames, indem wir das Saatgut auswählen und dann auf ein freies Feld Erde klicken. Jede Pflanze hat eine bestimmte Wachstumsdauer, auch das kennen wir aus Spielen wie Farmerama oder Goodgame Big Farm. Aber nicht in die Irre führen lassen: Miramagia ist nicht nur ein weiteres Bauernhofspiel, schließlich geht’s hier um Zauberer. Daher errichten wir auf einem freien Bauplatz auch gleich einen Magiezirkel, denn der bündelt für uns Mana, was wir benötigen, um zaubern zu können.

In unserem Dorf errichten wir ein paar erste Gebäude und bestellen die Felder.

Ins Auge fällt uns auch gleich das farbenfrohe Ei neben unserem Feld. Was ist das denn? Natürlich … ein Drachenei! Bevor aber ein kleines geflügeltes Wesen schlüpft, müssen wir ihm erst einmal eine Behausung errichten. Auch das tun wir über einen freien Bauplatz in unserem Dorf. Während wir darauf warten, dass das Haus fertig wird, lassen wir den Blick etwas schweifen und die Grafik von Miramagia auf uns wirken. Ganz eindeutig wird hier auf den Niedlich-Faktor gesetzt, was auch gut zur Thematik passt. Strahlende Farben und zauberhafte Bilder untermalen die Garten- und Magie-Thematik. Große Design-Kunst ist das nicht, aber es liefert ein stimmiges Bild ab. Auch der Sound passt dazu: zwitschernde Vögelchen und plätschernde Bächlein, dazu eine gelegentlich muhende Kuh. Alles ausgesprochen idyllisch.

Unser Drache schlüpft erst, wenn wir ihm eine Hütte gebaut haben.

Mehr Spielspaß für Premiumspieler – Mit Rubinen geht’s deutlich schneller

Ah, unser erster Drachenbau ist fertig. Generell gilt: Je größer die Hütte, desto weiter kann der Drache wachsen. Wir nennen unseren Hausdrachen Bert und spannen ihn im weiteren Spielverlauf in die Dorfarbeit ein. Aber da gibt es noch weitere fleißige Helferlein, zum Beispiel die süßen Pflanzenfeen, die über unserem Feld herumschwirren. Die beschwören wir und verringern dadurch die Wachstumsdauer der Pflanzen – für 24 Stunden. Allerdings kostet uns das Rubine, die Premiumwährung in Miramagia. Die wertvollen Steinchen müssen wir, sofern wir Premium-Vorteile nutzen wollen, mit echtem Geld nachkaufen. Die reguläre Währung im Gartenbauspiel ist übrigens Gold, was wir uns verdienen, indem wir Aufgaben erledigen oder beispielsweise in der Stadt Sachen verkaufen. Gold brauchen wir für alle möglichen Dinge, Gebäude, Saatgut, Ausbaustufen und so weiter. Nur einige exklusive Gegenstände im Shop kosten Rubine.

Bezahlte Premium-Mitgliedschaften bescheren uns große Vorteile im Spiel.

Nun haben wir gerade Stufe 3 erreicht und sollen uns einen Gold-Account anschaffen, sagt uns der Dschinn, also Premium-Mitglied werden. Für 7 Tage werden dafür 59 Rubine fällig, die wir praktischerweise gutgeschrieben bekommen. Wir vermuten mal, dass uns künftig solches Glück nicht mehr zuteil wird und wir stattdessen Geld ausgeben müssen, um uns einen Silber- oder Gold-Account und die entsprechenden Vorteile zu sichern. Eine solche bezahlte Mitgliedschaft beschert uns vor allem mehr Bequemlichkeit und Zeitersparnis. So können wir unter anderem mehrere Bauaufträge parallel abwickeln sowie Bau- und Wartezeiten verkürzen. Was hat es nun mit der Zauberei in Miramagia auf sich? Wir erlernen in der Akademie, die sich in der Stadt befindet, verschiedene Zaubersprüche, die uns bei diversen Aufgaben nützlich sind. Mit dem ersten Zauber "Vaporisieren" können wir zum Beispiel Steine vom Feld entfernen und so mehr Nutzfläche zugänglich machen.

In der Miramagia Stadt besuchen wir die Magierakademie und verschiedene Läden, wo wir Waren kaufen und verkaufen.

Wettbewerbe mit Freunden – Das große Miteinander der Zauberschüler

Es gibt in Miramagia verschiedene Möglichkeiten, mit anderen Spielern zu interagieren. Wir können Freunde hinzufügen und uns mit ihnen via Chat oder Nachrichtensystem unterhalten. Aktiver gestaltet sich das gemeinschaftliche Spielen bei den Miramagia Wettbewerben. Dazu sprechen wir einfach mal den Dorf Schulze an, der am Wegesrand steht, denn er weiß immer Bescheid, welche Wettbewerbe gerade laufen oder bald starten. Alle Spieler eines Dorfes arbeiten gemeinsam an einer bestimmten Aufgabe, wobei zwischen Großauftrag und Erntewettlauf unterschieden wird. Die Teilnehmer haben eine bestimmte Zeit, innerhalb der sie das vorgegebene Ziel erfüllen müssen, zum Beispiel eine bestimmte Menge Ernte einzufahren. Es winken natürlich Belohnungen, wenn der Auftrag erfolgreich absolviert wird.

Miramagia ist nicht kompetitiv, wir spielen eher miteinander als gegeneinander. So haben wir auch die Möglichkeit, Nachbarschaftshilfe zu leisten und mit Zaubersprüchen die Pflanzen befreundeter Gärtner zu pflegen. Das beschert uns und demjenigen, dem wir geholfen haben, zusätzliche Erfahrungspunkte, die wir für den Levelaufstieg brauchen. Denn, das kennen wir aus vielen anderen Browserspielen, nur wenn wir unsere Stufe erhöhen, schalten wir neue Features und Spieloptionen frei. Dazu gehören beispielsweise neue Pflanzen und Zauber, aber auch Gebäude und Dekorationen.

Neue Herausforderungen und Objekte für höhere Level

Für besonders weit fortgeschrittene Spieler lohnt sich zudem eine Reise zum sogenannten Weltenbaum. Hier vollziehen wir eine magische Transformation – sofern wir Level 100 erreicht haben und spenden dadurch gleichzeitig Miragie.

Über den Teleporter reisen wir zum Weltenbaum und nehmen die magische Transformation vor.

Wie viel, das hängt vom Mana- und Gold-Kontostand, den vorhandenen Ressourcen und weiteren Faktoren vor der Transformation ab.  Der Baum wächst durch Miragie-Spenden, wobei mehrere Spieler dazu beisteuern. Indem wir den Weltbaum gemeinschaftlich wachsen lassen, schalten wir neue Objekte frei. Ein interessantes Feature, das die Langzeitmotivation doch um einiges steigert!

Pro
Niedliche Grafik passt gut zum Thema
Recht komplex, dank Zauberei
Neue Features für fortgeschrittene Spieler
Mehrspielerfunktionen vorhanden
Contra
Steuerung umständlich, langsame Fortbewegung
Massive Premiumvorteile, vor allem für schnellere Fortschritte
Menü etwas unübersichtlich

0/5 Sterne

Fazit

Miramagia vereint auf unterhaltsame Weise das beliebte Farm-Spielprinzip mit Rollenspielelementen – gemeint sind damit vor allem die Zauberei-Optionen. Wir besuchen eine Akademie und erlernen dort immer mächtigere Zauber, um unseren Garten und das Dorf voranzubringen. Dabei steigen wir im Rang auf und mausern uns allmählich zu einer starken Magierin. Besonders niedlich muten die kleinen Feen und Drachen im Spiel an, die uns bei verschiedenen Aufgaben unterstützen. Hier müssen wir allerdings anmerken, dass das Browsergame schon sehr viel mehr Spaß macht, wenn wir bereit sind, als Silber- oder Goldmitglied zu spielen oder Geld in Rubine zu stecken. Die Premiumvorteile sind gravierend, vor allem kommen wir deutlich schneller voran, wenn wir ins echte Portemonnaie greifen. Spieler, die komplett kostenlos zocken möchten, könnten sich recht schnell langweilen, weil die Wartezeiten doch ziemlich lang sind, auch schon zu Beginn. Aber durchhalten lohnt sich durchaus, denn Miramagia bietet auch sehr weit fortgeschrittenen Gärtnern neue Features und Spielmöglichkeiten – das wiederum ist eine Stärke des Spiels, die wir beim besten Willen nicht in allen free-to-play Browsergames finden.

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