Lost Lands - Die vier Reiter Sammleredition Test: Entspanntes Wimmelbild-Adventure für Rätselfans

Wir testen die Sammleredition von Lost Lands: Die vier Reiter.

Tja, so schnell kann’s gehen: Eben noch spazierst du gemütlich durch die Tiefgarage auf dem Weg zu deinem Auto und zack – schon findest du dich in einer sonderbaren Fantasy-Welt wieder, in der es vor magischen Ritualen und finsteren Kreaturen buchstäblich nur so wimmelt. In Lost Lands: Die vier Reiter Sammleredition schlüpfst du wie im Vorgängerspiel Lost Lands: Der dunkle Meister in die Rolle der jungen Frau Susan, an deren Stelle du zahlreiche Abenteuer erlebst und schwierige Rätsel löst.

Ein Zauberspruch ... bestimmt nützlich.

Die Sammleredition von Lost Lands: Die vier Reiter wird von Intenium über die Gaming-Plattform „Deutschland spielt“ vertrieben und kostet immerhin knapp 20 Euro. Ob sich die Investition lohnt, wollen wir dir in unserem Test verraten.

Nachdem wir das Spiel gekauft und runtergeladen haben, beginnt Lost Lands: Die vier Reiter direkt mit einer animierten Introszene – die oben beschriebene Situation im Parkhaus. Das Spiel wird zwischendurch immer mal wieder von solchen filmischen Sequenzen unterbrochen, die wir aber überspringen können. Am Anfang schauen wir uns das noch geduldig an, aber später wollen wir lieber direkt weiterzocken – zumal die grafische Darstellung der Zwischensequenzen sooo doll jetzt auch nicht ist. Einen besseren Eindruck machen da die kaum animierten Szenerien im Spiel selbst, von denen wir im Laufe der Zeit eine ganze Menge entdecken und erkunden.

Viele knifflige Wimmelbilder und Rätsel

Lost Lands: Die vier Reiter Sammleredition ist eine Art Mix aus Point-and-Klick-Adventure und Wimmelbildspiel. Wir erleben die Geschichte von Susan, deren Aufgabe darin besteht, eine magische Parallelwelt zu retten, die von vier ziemlich unangenehmen Reitern terrorisiert wird. Um in der Geschichte voranzukommen, müssen wir jeden Schauplatz aufs Genaueste untersuchen, denn buchstäblich unter jedem Grashalm könnte sich ein wichtiger Hinweis oder ein nützliches Item für unser Inventar befinden. Wir klicken einfach alles an, was funkelt – und dadurch als anklickbar gekennzeichnet ist. Zusätzlich halten wir die Augen offen nach wirklich versteckten Gegenständen und Notizen, die oft nur schwer auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Die Karte hilft uns, den Überblick zu behalten und schnell von A nach B zu reisen.

Mitunter erwarten uns in den einzelnen Schauplätzen weitere Minigames, Rätsel, Puzzle oder Wimmelbilder. Das sorgt für Abwechslung in Lost Lands: Die vier Reiter Sammleredition, vor allem auch deshalb, weil sich die Aufgaben teilweise als ziemlich knifflig erweisen. Es gibt zwar die Option, einzelne Puzzle, Codes oder Rätselquests zu überspringen, aber hey – damit wollen wir schon fertig werden. Unser Ehrgeiz ist jedenfalls geweckt.

Ein Zauberspruch ... bestimmt nützlich.

Wir durchlaufen das Spiel nicht stumpf linear von einem Schauplatz zum nächsten, sondern kehren immer wieder zu bereits besuchten Orten zurück. Da wir in Lost Lands: Die vier Reiter so einige Gebiete mit diversen Szenerien entdecken, haben wir nach einiger Zeit ein bisschen Probleme, den Überblick zu behalten. Ah, wir haben einen Kristall gefunden! Wir erinnern uns dunkel, dass wir so einen irgendwo mal gebraucht haben – aber wo war das nur? Alle Schauplätze noch einmal abzuklappern, scheint wenig attraktiv, daher bedienen wir uns im späteren Spielverlauf immer öfter der Übersichtskarte, über die wir uns gezielt zu einzelnen Stationen zurückteleportieren können und wo wir auch eine Mini-Vorschau der zurückliegenden Orte zu sehen bekommen. Das hilft, um Zeit zu sparen und uns besser zurechtzufinden.

Tipps und Lösungshilfe führen aus der Sackgasse

In dem Zusammenhang seien auch die ins Downloadspiel integrierten Tipps erwähnt. Wir können so oft wie wir wollen diese Tipps in Anspruch nehmen, die uns dann entweder sofort anzeigen, zu welcher Szene wir als nächstes müssen oder was wir innerhalb eines Schauplatzes mit den vorhandenen Werkzeugen tun können. Letzteres nutzen wir kaum, da wir natürlich fest entschlossen sind, selber alle Rätsel zu entschlüsseln, aber falls man doch mal feststeckt, ist es schön zu wissen, dass es immer einen Ausweg gibt.

Eines der leichteren Puzzles. Manche Minigames haben es ganz schön in sich.

Zusätzlich finden wir in Lost Lands: Die vier Reiter Sammleredition eine Lösungshilfe, quasi der nächste Schritt, wenn uns selbst die Tipps nicht mehr weiterbringen. Hier haben wir die Möglichkeit, genau nachzulesen, was wo zu tun ist. Vorsicht: nicht aus Versehen zu weit blättern, sonst verdirbt das den Spielspaß!

Dass wir so lange spielen können, wie wir wollen, und auch die Hilfestellungen so oft nutzen dürfen, wie es nötig ist, liegt freilich daran, dass Lost Lands: Die vier Reiter kein free-to-play Spiel ist. Wenn wir die Software einmal gekauft haben, gibt es keinerlei Einschränkungen mehr.

Wir haben gezaubert!

Finstere Mächte bedrohen dein Leben? Iss einen Apfel!

Was aber nicht heißen soll, dass alles ideal gelöst ist. So begegnen wir im Spiel immer mal wieder wirklich seltsamen Logikfehlern beziehungsweise Hinweisen und Lösungen für Rätsel, die doch arg an den Haaren herbeigezogen wirken. Ein Beispiel: Einer unserer NPC-Begleiter, ein Zwerg, wird im Kampf mit einem der vier Reiter („Tod“ höchstpersönlich) verletzt. Angeblich stirbt jeder unweigerlich, wenn er auch nur einen Kratzer von der unheimlichen Kreatur verpasst bekommt. So hält er sich den blutenden Arm und fügt sich in sein Schicksal. Wir aber, clever wie wir sind, geben dem Verwundeten einen Apfel (!) und … dann ist er wieder gesund. Ernsthaft? All die Unglückseligen, die durch die Mächte der Finsternis ihr Leben lassen mussten, hätten das mit einem Apfel abwenden können? Da sieht man mal, wie wichtig die tägliche Portion Obst ist!

So, alles erledigt: Welt gerettet, Reiter besiegt - jetzt geht's nach Hause.

Die Story ist aber ohnehin nicht das, worum es beim Spielen in erster Linie geht, jedenfalls nicht für uns. Vielmehr freuen wir uns wie ein Schneekönig, wenn wir nach langem Grübeln endlich ein Rätsel lösen konnten oder einen dringend benötigten Gegenstand entdecken. Dieses Gefühl der Zufriedenheit macht im Wesentlichen die Motivation aus, Lost Lands bis zum Ende durchzuspielen

Unsere beiden Begleiter sind froh, dass wir Obst dabei haben.

 

Lost Lands Die vier Reiter Sammleredition Bewertung

 

Grafik: Die Szenerien sind detailreich gestaltet und wenn wir durch geschicktes Knobeln einen magischen Mechanismus aktivieren, bekommen wir auch ein paar nette Animationen zu Gesicht. Weniger attraktiv sind die Zwischensequenzen, die – obwohl wir die höchste Auflösung gewählt haben – ziemlich verschwommen sind und arg ungelenk wirken. Kann man zum Glück überspringen.
Sound: Gesprochene Sprache gibt es in Lost Lands: Die vier Reiter immer dann, wenn wir einen NPC treffen, der uns mehr über die Spielwelt verrät sowie über die Story und unsere Aufgaben. Leider ist das alles in Englisch, dafür mit deutschen Untertiteln. Ansonsten gibt es recht idyllische und mitunter dramatische Beschallung – je nach Situation. Insgesamt passt der Sound gut zum Setting.
Umfang: Das Spiel umfasst mehrere Gebiete, die wiederum verschiedene Szenerien beinhalten. Wir sind einige Stunden beschäftigt, selbst wenn wir den schnellen Weg über Karte und Tipps wählen. In der Sammleredition gibt es ein Zusatzkapitel, auf das wir aber erst zugreifen dürfen, nachdem wir das Hauptabenteuer durchgespielt haben.
Spielspaß: Lost Lands: Die vier Reiter bietet recht lange Unterhaltung und zahlreiche Rätsel, die uns doch einiges an Grübelei abverlangen. Das Suchbild-Adventure bringt entspannten Spielspaß ohne Stress, da es keinerlei Zeitdruck gibt. Die Story ist manchmal ein bisschen wirr und unlogisch, was für gerümpfte Nasen bei anspruchsvollen Adventure-Fans sorgen dürfte. Wenn wir darüber aber hinwegsehen, können wir uns über einen Mangel an Abwechslung und Herausforderungen nicht beklagen.
Pro
Einfacher Einstieg mit einem kurzen Tutorial
Zwischensequenzen können übersprungen werden
Viele Schauplätze mit anspruchsvollen Puzzles und Rätseln
Tipps helfen, wenn man mal feststeckt
Contra
Story ist durchschaubar und stellenweise etwas lächerlich
Filmische Sequenzen ziemlich verschwommen und ungelenk
Mechanismen einiger Minispiele schwer zu durchschauen - wir müssen probieren statt nachdenken

2/5 Sterne

Fazit

Das Downloadspiel Lost Lands: Die vier Reiter bietet viele Stunden Spielspaß für alle, die gerne entspannt Rätsel lösen und Wimmelbilder durchsuchen. Hardcore-Adventure-Fans werden sich vermutlich an der allzu platten und vorhersehbaren Story stören, die auch noch einige Logiklücken aufweist. Wir fanden diese Stellen eher lustig, aber das hilft natürlich nicht, um wirklich in die Geschichte einzutauchen. Tatsächlich war uns die Story am Ende ziemlich egal, die Hauptsache war, immer weiterzukommen, alle Puzzles zu lösen und alle Items zu erspähen. Das hat uns als Motivation gereicht. 20 Euro sind natürlich ein stolzer Preis für ein paar Rätselstunden, wobei wir in der Sammleredition noch zusätzliche Szenerien erkunden können. Wer sich nicht sicher ist, ob sich die Anschaffung lohnt, kann das Spiel immerhin eine Stunde lange kostenlos testen. Das ist nett gelöst und hilft bei der Entscheidung. Insgesamt haben wir unseren Ausflug in die magische Welt der Lost Lands: Die vier Reiter Sammleredition durchaus genossen. Für ein paar unterhaltsame Spielesessions zum Feierabend ist das Wimmelbild-Abenteuer allemal geeignet.

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