Let’s Farm Test: Niedliche Farmsimulation für gesellige Nachwuchsbauern

Auf geht's ins Landleben!

Einmal einen eigenen Bauernhof besitzen! Das ist der Traum vieler Menschen, den du dir seit der Mobile- und Browsergame-Ära mit Leichtigkeit erfüllen kannst - gratis sogar! Mittlerweile gibt es unzählige free-to-play Farmspiele, in denen du Tiere fütterst, Felder bestellst und leckere Früchte erntest. Nachdem mit dem vergangenen Update ein Glücksrad in Let’s Farm eingezogen ist, haben wir uns, mit einer Harke bewaffnet und mit Gummistiefeln an den Füßen, das Bauernhofspiel einmal genauer angesehen. Ob uns der Ausflug gefallen hat, erfährst du in unserem Test.

Mit einem kurzen Tutorial werden wir ins Spiel eingeführt, damit wir wissen, wie der Hase auf dem virtuellen Landgut läuft. Ein niedliches Pferd, das mit den Ohren wackelt, haben wir bereits und auch ein kleines Landhaus steht schon zum Einzug bereit. Nachdem wir in Let’s Farm am Ende des Tutorials uns selbst überlassen sind, sehen wir uns einmal genauer auf dem Hof um. Weil wir trotz der anfänglichen Erklärung nicht wirklich wissen, was als nächstes zu tun ist, konzentrieren wir uns auf die Quests, die uns auch in anderen Spielen schon bei einer ersten Orientierung geholfen haben. Dabei wird allerdings schnell klar: So einfach, wie wir uns das Mistschaufeln und Gemüseernten vorgestellt haben, ist es leider nicht. Die ersten Aufgaben lösen wir problemlos, doch schon kurz danach fordern die Aufträge Dinge, die wir entweder noch gar nicht anbauen können, oder sie verlangen derart viele Waren, dass wir mit dem Anpflanzen kaum hinterherkommen. Da kommt leider schon sehr früh Frust auf.

Schon zu Beginn ist unser Feld von Gebäuden umringt.

Einzelkämpfer haben’s schwer

Let’s Farm verfügt über eine sehr aktive Community, die über ein Chatfenster an der rechten Bildschirmseite in ständigem Kontakt steht. Dort finden wir Antworten auf unsere Fragen und können neue Freunde gewinnen, die uns bei unserer täglich anfallenden Arbeit helfen. Immer wenn uns ein Nachbar besucht oder umgekehrt, verdienen wir Herzen dazu. Wofür die allerdings da sind, wird uns auch nach längerem Spielen nicht wirklich klar. Freunde selbst sind in Let’s Farm allerdings unabdingbar, denn ohne sie läuft so gut wie überhaupt nichts. Immer, wenn uns Produkte fehlen, die wir für Quests abliefern müssen oder für andere Zwecke brauchen, können wir unsere Nachbarn darum bitten, uns einige ihrer Waren abzutreten. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch. Obwohl sie uns aushelfen, bleiben ihre Produkte erhalten und wir können von dem Geschenk profitieren. Dadurch, dass die Aufträge schon sehr früh sehr schwer werden, bleibt uns teilweise gar keine andere Möglichkeit als unsere Freunde um Rat zu fragen. Ähnlich wie in FarmVille 2 sind sie selbst für das einfache Spielen zwischendurch essenziell. Das hat einerseits natürlich den schönen Nebeneffekt, dass wir dauernd neue Leute kennenlernen, bringt uns andererseits allerdings in die Bredouille, dass wir hin und wieder nicht weiterkommen, weil niemand online ist. Spieler, die lieber für sich alleine einen Bauernhof bewirtschaften und nicht auf andere angewiesen sein wollen, sollten sich besser ein anderes Spiel aussuchen. Allerdings ist es ja gerade die Community, die wesentlich zum Spielspaß von Online-Spielen beiträgt.

Beim Glücksrad verdienen wir mitunter sogar Diamanten.

An Belohnungen wird nicht gespart

Besonders positiv fällt uns in Let's Farm die niedliche Grafik auf, mit der die Figuren und Tiere bedacht sind. Geschäftig laufen sie von einer Aufgabe zur nächsten und wir können ihnen, begleitet von leisem Vogelgezwitscher, dabei zusehen, wie sie Gemüse ernten und Felder umgraben. Auch Hühner, Gänse und alle anderen Tiere bewegen sich hin und wieder und lassen den virtuellen Bauernhof in Let’s Farm lebendig wirken. Wem das Gewusel nicht gefällt, der hat immer noch die Möglichkeit die Animationen einfach auszuschalten. Etwas enttäuscht sind wir allerdings vom Sound, denn obwohl wir beim Start des Spiels vom schmissigen Pfeifen eines Farmers in ländliche Stimmung gebracht werden und das Gefühl haben, mittendrin zu sein, kommt mit dem eigentlichen Start von Let’s Farm die Ernüchterung. Das bloße Gezwitscher der Vögel erzeugt eher ein Gefühl der gähnenden Leere und macht nicht den Eindruck, als wären wir dabei, einen erfolgreichen Bauernhof aufzubauen.

Unser Vierbeiner fühlt sich sichtlich wohl.

Was uns im Spiel dagegen sehr gut gefällt, sind die zahlreichen Belohnungen, die wir immer wieder kassieren. Tatsächlich ergattern wir in Let’s Farm für fast jede Tätigkeit hin und wieder eine Kleinigkeit in Form von Währung, Items und sogar Diamanten (Premium). Selbst dann, wenn wir einfach nur neue Gewächse anbauen oder eine Runde am Glücksrad drehen. Das motiviert uns, trotz schwerer Quests auch weiterhin am Ball zu bleiben. Irgendwas springt für uns nämlich immer heraus. An anderen Stellen wird in Let’s Farm allerdings doch nicht ganz ersichtlich, wie das Belohnungssystem funktioniert. So haben wir beispielsweise von Beginn an ein Pferd im Stall, das wir ganz nach unseren Vorstellungen mit einer zotteligen Mähne und buntem Fell ausstatten können. Wenn wir das getan haben, gibt es für uns die Möglichkeit, den Vierbeiner an einem Wettbewerb teilnehmen zu lassen, bei dem dasjenige Pferd gewinnt, das am besten aussieht. Weil das allerdings Geschmackssache ist und jeder Spieler ohnehin die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung hat, ist uns nicht klar, worauf dieser Wettbewerb eigentlich abzielt. Preise gibt es für einen Gewinn jedenfalls keine.

Um Platz für neue Häuser zu schaffen, müssen zunächst die Bäume weg.

Ständig warten neue Herausforderungen auf uns

Während wir uns ans Landleben gewöhnen, bieten sich uns immer mehr Möglichkeiten, uns mit dem Spiel zu beschäftigen. Obwohl die Wartezeiten für Gemüse, Getreide und Co. schon von Anfang an weit über eine Stunde hinausgehen, gibt es stets Gründe, die dafür sprechen, dass wir eingeloggt bleiben und nicht erst in einer Stunde wieder vorbeischauen. Irgendetwas ist immer zu tun. Besonders die Puzzle-Quests haben es uns angetan. Dabei müssen wir innerhalb einer festgesetzten Zeit versuchen, insgesamt sechs Aufgaben zu lösen und decken damit Stück für Stück ein Puzzle auf. Darin verbirgt sich am Ende dann meist ein nützliches Item, Dünger, Diamanten oder Geld. Die Aufträge sind zwar nicht in Null-Komma-Nix erledigt, geben in ihrem Umfang und ihren Anforderungen aber auch Neulingen die Chance, sie zu bestehen.

Auf unseren Feldern wächst Getreide, das wir zu Tierfutter verarbeiten.

Wie in vielen free-to-play-Spielen gibt es natürlich auch in Let's Farm diverse Möglichkeiten, echtes Geld loszuwerden und sich mit der Premiumwährung Diamanten bestimmte Inhalte dazuzukaufen. Wer das tut, ist übrigens nicht auf die Community angewiesen, weil sich jedes Produkt mit den Juwelen besorgen lässt. Aber auch Spieler, die kein Interesse daran haben, tief in die Tasche zu greifen, um Funktionen und Inhalte freizuschalten, bekommen die Chance, die Features durch Fleiß zu erspielen. Durch das Erledigen von Quests und anderen Dingen können wir uns Diamanten dazuverdienen, mit denen wir dann wiederum Gegenstände kaufen oder Vorgänge beschleunigen können. Insgesamt haben wir auch ohne echtes Geld zu investieren Zugriff auf alle Funktionen im Spiel. Der einzige Unterschied zu zahlenden Spielern besteht darin, dass wir länger warten müssen, bis eine Pflanze ausgewachsen ist und unsere Kuh einen Liter Milch produziert hat. Da wir in Let’s Farm aber so ausgiebig belohnt werden, finden wir hin und wieder auch Dünger, mit dem wir ebenfalls lästige Wartezeiten überspringen können. Wir sind also nicht auf den Kauf von Edelsteinen angewiesen.

  • Hier geht's weiter zu unserer Bewertung von Let's Farm

Auf dem Bauernhof ist immer was los.

Let's Farm Bewertung

Grafik:Die niedlichen Animationen von umherlaufenden Tieren und Arbeitern sind hübsch anzusehen und vermitteln den Eindruck von einem lebendigen Landgut.
Sound:Die schmissige Musik ganz zu Anfang ist super und lässt sofort das Gefühl aufkommen, auf dem Land unterwegs zu sein, umgeben von Wiesen und Feldern. Das folgende Vogelgezwitscher nervt auf die Dauer jedoch. Gut, dass wir das ausschalten können.
Umfang:Let’s Farm bietet sowohl viele kleine als auch sehr aufwändige Quests, die zwar immer herausfordernder werden, uns deshalb aber auch jedes Mal haufenweise Boni und Belohnungen einbringen. Kleinere Minispiele wie beispielsweise das Glücksrad lockern das Spielgeschehen auf. Die virtuelle Feldarbeit wird nicht langweilig, weil es auch andere Dinge zu erledigen gibt und wir uns immer wieder mit vielen verschiedenen Aufgaben beschäftigen können.
Free-to-Play-Balance:Es gibt zwar durchaus eine Premiumwährung, die vor allem mit echtem Geld bezahlt wird, von Pay-to-win kann allerdings keine Rede sein - zumal man in Farmspielen nicht wirklich gewinnen kann. Wir können uns Diamanten auch kostenlos im Spiel verdienen und uns damit die gleichen Funktionen und Inhalte kaufen wie zahlende Spieler, wenngleich es ein wenig länger dauert.
SpielspaßGrundsätzlich macht Let’s Farm Spaß. Die aufwändigen Aufträge und kaum lösbaren Quests schon zu Beginn des Spiels, nehmen uns aber ein wenig die Motivation, weil wir das Gefühl bekommen, ohnehin nichts erreichen zu können.
Pro
Niedliche Animationen
Faires Free-to-Play-Modell
Immer neue Herausforderungen
Contra
Lange Wartezeiten
Quests schon früh schwer lösbar
Nerviger Sound

0/5 Sterne

Fazit

Let’s Farm ist ein unterhaltsames Bauernhofspiel, das uns viele abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, aber auch unsere Geduld mit schweren Quests und langen Wartezeiten auf die Probe stellt. Zum Glück gibt es auf unserem virtuellen Hof immer etwas zu tun, zum Beispiel lustige Minigames, die helfen, Anbauzeiten zu überbrücken. Für Singleplayer ist die Farmsimulation nicht geeignet, da wir ohne Anbindung an die Community schlicht nicht weiterkommen. Wer Let's Farm spielt, sollte also eine soziale Ader haben und gerne mit anderen Landwirten in Kontakt treten. Die Tatsache, dass wir ohne die Hilfe anderer Spieler mit unserem eigenen Hof kaum Fortschritte erzielen können, ist eher lästig, denn dauernd sind wir auf der Suche nach neuen Freunden, die uns aushelfen und uns Gegenstände spendieren, die wir selbst nicht herstellen können. Ein bisschen weniger Gemeinschaftssinn hätte Let’s Farm sicher gut getan. Motivierend hingegen wirken all die Belohnungen, die wir für erledigte Quests gewinnen, zumal wir damit den Ausbau unseres Online-Bauernhofs schneller vorantreiben können. Wer Farmspiele mag, sollte einen Blick auf Let's Farm werfen, allein schon die niedliche Grafik ist einen Abstecher aufs Land wert.

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